Deradikalisierung braucht (Versorgungs-)Sicherheit: Schnittstellen zwischen Radikalisierungsberatung und psychotherapeutisch- psychiatrischer Versorgung

2011 tötete ein rechtsextremer Attentäter bei Anschlägen in Norwegen 77
Menschen. 2016 folgten in Deutschland zwei weitere schwere Gewalttaten: Ein islamistischer Sprengstoffanschlag in Ansbach mit 15 Verletzten
sowie der rechtsextreme Anschlag auf das Münchner Olympia-Einkaufszentrum, bei dem neun Menschen getötet und fünf weitere verletzt wurden. So
unterschiedlich diese Fälle in Motivlage, Tatdynamik und Einordnung sind,
machen sie doch eine gemeinsame politische Herausforderung sichtbar:
Wie lassen sich Ideologie, psychische Auffälligkeiten, persönliche Krisen,
strategische Selbstinszenierung und Sicherheitsrisiken so zusammendenken,
dass Zuständigkeiten, Interventionen und Verantwortung nicht erst nach einer Eskalation geklärt werden?
An dieser Schnittstelle setzt dieses Policy Paper an