Entwicklung einer bundeszentralen Infrastruktur für Distanzierungs- und Ausstiegsarbeit
> Radikalisierung verstehen
> Beratung phänomenübergreifend vernetzen
> Tertiärprävention weiterdenken
Der Verbund
dist[ex] – Entwicklung einer bundeszentralen Infrastruktur für Distanzierungs- und Ausstiegsarbeit ist ein 2025 gegründeter Kooperationsverbund im Bundesprogramm „Demokratie leben!“ im Programmbereich „Entwicklung einer bundeszentralen Infrastruktur", der die bundesweite Vernetzung und Stärkung der Distanzierungs- und Ausstiegsarbeit im Kontext der Tertiärprävention fördert.
Ziel ist der Aufbau eines zivilgesellschaftlichen Netzwerks zur Förderung von Austausch, Kooperation und fachlicher Weiterentwicklung im Arbeitsfeld.
Assoziierte Partnerschaft
Werden Sie Teil von dist[ex]!
dist[ex] leistet einen Beitrag zur bundesweiten und phänomenübergreifenden Vernetzung und Stärkung der Distanzierungs- und Ausstiegsarbeit. Wir wollen eine nachhaltige, partizipative und zivilgesellschaftlich getragene Infrastruktur etablieren, die den fachlichen Austausch stärkt, Qualitätssicherung unterstützt, phänomenübergreifende Synergien nutzt und gerade in herausfordernden Zeiten wie diesen die öffentliche und politische Sichtbarkeit des Arbeitsfeldes erhöht. Wir verstehen uns als kooperatives, partizipatives und demokratisch gestaltetes Netzwerk, das Projekte aus dem Themenfeld aktiv mitgestalten können.
Unser Ziel ist es daher, die zivilgesellschaftliche Fachpraxis im Themen- und Praxisfeld Distanzierung, Deradikalisierung und Ausstieg bundesweit als assoziierte Partner*innen für unser Netzwerk zu gewinnen. Als assoziierte Partner*innen (A.P.) können sich zivilgesellschaftliche Projekte der Distanzierungs- und Ausstiegsarbeit aus den Phänomenbereichen Rechtsextremismus, Islamistischer Extremismus, Weltanschauungsfragen etc. ab 2026 aktiv am dist[ex]-Kooperationsverbund beteiligen, eigene Kompetenzen und Erfahrungen miteinbringen und entscheidende Themen der Distanzierungs- und Ausstiegsarbeit mitgestalten. Darunter verstehen wir auch kirchliche und weitere konfessionelle Angebote.
Voraussetzung für eine A.P. bei dist[ex] ist ein Nachweis über Aktivitäten im Bereich Distanzierung, Deradikalisierung und Ausstieg sowie das Engagement, an den vom Verbund angebotenen Formaten zum Austausch und zur Weiterentwicklung teilzunehmen bzw. diese mitzugestalten.
Weitere Informationen zu Zielen, Voraussetzungen und zum Verfahren finden Sie im Antragsformular.
Assoziierten Partner*innen eröffnen sich vielfältige Möglichkeiten der Mitgestaltung – etwa durch gezielte Vernetzungsformate, praxisorientierte Maßnahmen sowie gemeinsame Veröffentlichungen. Ein zentrales Beteiligungsformat sind die Werkstätten, in denen übergreifende Schwerpunktthemen sowie daran anknüpfende Fragestellungen und praktische Implikationen für die Präventionspraxis in einer möglichst kontinuierlichen Gruppe bearbeitet werden. Eine Werkstatt erstreckt sich über zwei Jahre und umfasst ca. 3–4 Treffen pro Jahr (online, analog oder hybrid).
Ab dem zweiten Quartal 2026 starten unsere Werkstätten zu folgenden Themen:
- Neue Zugänge zu schwer erreichbaren Zielgruppen
- Distanzierungs- und Ausstiegsarbeit in digitalen Räumen
- Diskriminierungskritische Beratung
- Selbstschutz, Sicherheit und Selbstfürsorge
Weitere Informationen zu den einzelnen Werkstätten finden Sie in der Übersicht.
Im Rahmen der partizipativen Struktur von dist[ex] suchen wir für jede Werkstatt eine Co-Leitung aus dem Kreis der assoziierten Partner*innen. Gemeinsam mit einer verantwortlichen Person aus dem dist[ex]-Kooperationsverbund unterstützen sie die Werkstätten inhaltlich, moderativ und organisatorisch und erhalten hierfür eine jährliche Honorarleistung in Höhe von 3.000 Euro.
Bewerben Sie sich jetzt als Co-Leitung einer Werkstatt des dist[ex]-Verbunds! Weitere Informationen zu Anforderungen und Rahmenbedingungen finden Sie in der Ausschreibung.
Wir laden Sie herzlich ein, Teil unserer Struktur zu werden!
Bei Fragen wenden Sie sich gerne an ap(at)dist-ex.de.
Veranstaltungen
Ob Webinare, Online-Gespräche, Fortbildungen oder Fachveranstaltungen - dist[ex] bietet verschiedene Formate für Austausch, Vernetzung und fachliche Weiterbildung.
Eine vollständige Übersicht über geplante und bereits durchgeführte Veranstaltungen finden Sie auf der Veranstaltungsseite.
Webtalk "(Extrem) rechte Einflussnahmen auf den Kinderschutz"
09:30 - 11:00 Uhr
Online
Der Webtalk nimmt (extrem) rechte Einflussnahmen auf den Kinderschutz in den Blick. Im Mittelpunkt steht die Studie "reKis - Rechtsextreme Einflussnahmen auf den Kinderschutz", die sich dem bislang wenig erforschten Themenfeld widmet.
Fortbildung: Ausstiegs- und Distanzierungsberatung im Kontext (extreme) Rechte
28.-29.04. (Göttingen)
19.-20.08. (Digital)
18.-19.11. (Göttingen)
Teilnehmende: max. 16 TeilnehmendeDie Fortbildung der Bundesarbeitsgemeinschaft Ausstieg zum Einstieg e.V. richtet sich an Berufseinsteiger*innen aus dem Feld der Ausstiegs- und Distanzierungsberatung im Kontext (extreme) Rechte sowie weitere interessierte Fachkräfte.
Fachtag „Zwischen Sicherheit und Unsicherheit: Spannungsfelder in der Distanzierungs- und Ausstiegsarbeit“
23.09.2026 (13:00 - 18:45 Uhr)
24.09.2026 (9:00 - 13:15 Uhr)
Bielefeld
ca. 100 TeilnehmendeWir laden Fachkräfte aus zivilgesellschaftlichen und staatlichen Beratungsstellen, Sicherheitsbehörden, Justiz und Sozialer Arbeit sowie Geistes- und Sozialwissenschaft ein, Spannungsfelder der Distanzierungs- und Ausstiegsarbeit zu reflektieren.
Publikationen
Der Publikationsbereich von dist[ex] bietet aktuelle Materialien zur Distanzierungs- und Ausstiegsarbeit.
Ob fundierte Analysen, methodische Zugänge oder Impulse aus der Praxis – Fachkräfte und Interessierte finden hier vielfältige Zugänge zu aktuellen Diskursen und Arbeitsansätzen.
Häufig gestellten Fragen
Hier finden Sie Antworten auf häufig gestellte Fragen rund um das dist[ex]-Netzwerk: