Für die Distanzierungs- und Ausstiegsberatung ist es entscheidend zu verstehen, wie Menschen in extremistische Szenen oder menschenfeindliche Weltbilder geraten. Radikalisierungsverläufe sind immer individuell, können aber häufig durch Faktoren wie
Marginalisierung oder Diskriminierung begünstigt werden. Um die Wechselwirkungen von Diskriminierungserfahrungen und Radikalisierung angemessen zu berücksichtigen, eröffnet eine machtsensible und -kritische Perspektive wertvolle Ansatzpunkte. Obwohl das Wissen über Diskriminierungssensibilität in der Beratungsarbeit vergleichsweise hoch ist, fehlen bisher praxisnahe Konzepte, um Kategorien wie beispielsweise Geschlecht, race, Klasse, Behinderung oder Sexualität und deren Auswirkungen auf individuelle Lebenslagen, gesellschaftliche Teilhabe, Diskriminierung und Privilegierung im Beratungssetting systematisch einzubeziehen. In der Werkstatt erarbeiten wir gemeinsam, was es für eine diskriminierungskritische Perspektive in der Distanzierungs- und Ausstiegsberatung braucht, und erstellen praxistaugliches Material, um das Thema nachhaltig im Arbeitsfeld zu verankern.
Die Werkstatt ist ein Angebot des Legato Projektverbundes im Rahmen von dist[ex].
Termine
1. Treffen: 12. Mai 2026, 10 - 13 Uhr, online
2. Treffen: 7. Juli 2026, 9:30 - 12:30 Uhr, online
3. Treffen: 27. August 2026, 9 - 16 Uhr, online
4. Treffen: tba, online
Bei Interesse können Sie sich an distex(at)vereinigung-pestalozzi.de wenden.